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Feinste Wolldecken aus Niedersachsen

Mit meinen Produkten, den Kampiermöbeln, bin ich von Zeit zu Zeit auf Designmessen unterwegs und treffe auf andere Handwerker und Designer, auf kleine Unternehmen, die auf diesem Weg Ihre Produkte bekannter machen. So habe ich 2018 in Dornbirn/Vorarlberg die Decken der Firma Wollzeit aus Niedersachsen gefunden und das freundliche Team des norddeutschen Labels kennengelernt.

Aus ihrer Liebe zur Wolle und einer langjährigen Berufserfahrung im Wollhandel, haben die Gründer von Wollzeit im Jahr 2013 begonnen, in einer familiengeführten Manufaktur in Niedersachsen, Wolldecken aus besonders feiner mongolischer Merinowolle fertigen zu lassen. Ganz ohne Färbung und ohne chemische Zusätze.

Inzwischen wird bei Wollzeit auch heimische Wolle verarbeitet. Das freut mich ganz besonders. Diese Wolle fühlt sich nicht ganz so fein und zart an, doch die warmen Decken sind einfach wunderschön.

 

In der Regel wird für den Weltmarkt klassisch rohweiße Wolle "produziert", denn mit dieser kann die Textilindustrie jede beliebige Färbung vornehmen. Dazu müssen schwarze oder braune Schafe von der Herde separiert werden, damit sie ihre Farbhaare nicht an die weißen Artgenossen weitergeben.

In der Mongolei ist das anders. Hier laufen Schafe in jeder Farbgebung in Mischherden mit Kaschmirziegen, Rindern, Pferden, Kamelen und Yak. Die mongolischen Nomaden halten diese Herden traditionell zur Versorgung Ihrer Familie, zur Gewinnung von Fleisch und Milch und Treiben mit ihnen Handel. Das grobe Oberhaar wird zur Produktion von Teppichen und derber Filze genutzt, die z.B. als Isolierung der Jurten dienen. Das feine Unterhaar der Schafe, mit einer Feinheit, die fast mit Kaschmir zu vergleichen ist, bildet den Rohstoff für die Decken von Wollzeit.

Naturfarbenen Wollen in dieser besonderen Feinheit findet man nur hier - das ist einmalig auf der Welt!

Für etwas gröbere Decken wird zudem Wolle aus den Anden importiert. Auf über 4000m Höhe sind die Schafe extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt, was die Wolle besonders strapazierfähig macht.

In beiden Regionen sind die Macher von Wollzeit von Anfang an dabei und auf ihren Reisen auch immer wieder bei den Nomaden-Familien zu Gast. Diese kümmern sich um ihre kleinen Schafherden, die wie vor hunderten von Jahren zusammen mit Ziegen, Rindern, Yaks, Kamelen und Pferden durch die unberührten Steppen ziehen. Es werden weder Antibiotika noch Dünge- und Pflanzenschutzmittel verwendet. Ist ein Schaf krank, wird es einige Tage beobachtet. Schafft es die Gesundung nicht aus eigener Kraft, wird es geschlachtet und komplett verwertet. Die wohl ursprünglichste und nachhaltigste Tierhaltung der Welt.

Die Wolle wird vor Ort geschoren, sortiert, klassifiziert und aufbereitet. Außer einem Waschmittel zur Entfettung der Rohwolle werden keine Zusätze oder Farbstoffe verwendet. Wollzeit-Wolle ist daher mit „kbT“-Wolle gleichzusetzen.

Die Wolldecken entstehen in einem der letzten vollstufigen Betriebe für Wolldecken in Europa. Jeder einzelne Schritt im Prozess der Herstellung erfolgt dort, angefangen vom Krempeln über das Nitscheln und Feinspinnen, hin zum Weben. Im Anschluss wird gewaschen und getrocknet. Und für den weichen wolligen Griff wird das Webstück am Ende aufgerauht. Und dann noch auf Länge geschnitten und abgekettelt.

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