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Michel Roether- Hocker, Tische, Bänke aus Freiburg

Michel traf ich auf einer Designmesse in Köln, Anfang 2019. Er stellte dort seine bunten Hocker und Tische aus, direkt gegenüber von meinem Platz mit den Kampierstühlen. Nach drei Ausstellungstagen als Standnachbarn hatten wir uns über die wichtigsten Themen des Weltgeschehens ausgetauscht und zudem ein Tauschgeschäft abgeschlossen: Kampierstuhl gegen Hocker, aus seiner Serie UNIK.

 

Michel Roether, inzwischen fünffacher Familienvater, wurde 1976 in Freiburg geboren und schloss in Potsdam ein Studium zum Diplom-Restaurator ab. Auch wenn er dort die aufwändigen Intarsienarbeiten und Hochglanzpolituren höfischer Möbel zu schätzen lernte, zog ihn sein Herz hin zu den einfachen, urtümlichen Antiquitäten, die mit ihren Gebrauchsspuren lange Geschichten erzählen können. So kam es, dass sich Michel nach und nach auf seine eigene Designserie UNIK spezialisiert hat. Hocker, Tische, Bänke, wie man sie aus Omas Küche kennt. Sie sind schnörkellos und geradlinig, ohne kalt zu wirken. Alt und neu kommt hier auf zeitlose Art zusammen.

 

Mein eingetauschter Hocker begleitet mich nun das zweite Jahr und ich hab ihn einfach lieb. Er passt sich allen Situationen an, drängt sich nicht auf, wirkt zurückhaltend, dennoch hilfsbereit.

Er drückt eine bodenständige Verlässlichkeit aus, wie sie auch seinem Entwickler Michel Roether eigen ist und der man gerne vertraut.

 

Eine Menge Arbeitsschritte stecken in den Möbeln, die zum Teil in der eigenen Schreinerei in Freiburg gefertigt werden und zum Teil von Partner-Werkstätten in Freiburg und Umgebung. Die Tisch- und Sitzplatten bestehen aus 100-300 Jahre alten Dielen - meist alte Fußböden, Wandverkleidungen u.a. aus alten Bauernhöfen, Scheunen, Gutshöfen und anderen historischen Gebäuden im Schwarzwald, die zum Abriss standen. Die Dielen werden entnagelt, besäumt, rückseitig gehobelt und wieder zu einer Platte verleimt. Nach Reinigung der Oberfläche und dem Schließen von Nagellöchern werden die alten Oberflächen geschliffen - jedoch nicht zu stark, damit die früheren Benutzungsspuren und auch die sog. "plastische Patina" erhalten bleiben. Anschließend wird die Oberfläche mit einem diffusionsoffenen Hartwachsöl geschützt. Jede Sitzfläche, jede Tischplatte hat ihren ganz eigenen Charakter, keine gleicht der anderen.

Ganz neu sind die Gestelle der Möbel. Sie werden aus regionalem sehr widerstandsfähigem Ahornholz gefertigt und anschließend mit reinen Leinölfarben ohne Lösemittel in mehreren Durchgängen von Hand gestrichen. Der Pinselstrich, in der Fachsprache „Pinselduktus“ genannt, verleiht den Oberflächen ihren besonderen Charakter. Ich persönlich empfinde dies als eine Art von Lebendigkeit. Man hat die Wahl zwischen zehn schönen Farben, zum Teil Eigenmischungen, die von der historischen sog. Fassmalerei inspiriert wurden.

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